Synthetische Daten: Risiken und Chancen bei KI-Training

Autor: Roman Mayr

Synthetische Daten: Risiken und Chancen bei KI-Training

Synthetic Data ·

Der Einsatz von synthetischen Daten zur Modellschulung

Die Nutzung synthetischer Daten zur Schulung von KI-Modellen gewinnt zunehmend an Bedeutung, insbesondere im Kontext von Datenschutz und Verfügbarkeit. Diese Daten ermöglichen es Unternehmen, Modelle risikofrei zu trainieren, ohne auf sensible oder unzureichend vorhandene Daten angewiesen zu sein. Allerdings gibt es typische Fallstricke bei der Erstellung und Nutzung dieser Daten, die es zu vermeiden gilt.

Häufige Fehler bei der Nutzung synthetischer Daten

Ein weit verbreiteter Fehler ist die unzureichende Diversität der synthetischen Datensätze. Oftmals wird nicht genug Wert darauf gelegt, dass die künstlich erzeugten Daten die reale Variabilität der zu modellierenden Welt abbilden. Dies führt dazu, dass Modelle nicht generalisieren können, da sie auf unausgeglichene Trainingsdaten angewiesen sind. Um dies zu korrigieren, sollten Unternehmen darauf achten, die gesamte Bandbreite der möglichen Szenarien in ihren synthetischen Datensätzen zu repräsentieren.

Ein weiterer Fehler besteht in der unkritischen Übernahme von Modellen aus anderen Kontexten. Manchmal werden synthetische Daten aus einem Anwendungsfall in einen völlig anderen übertragen, ohne Anpassungen vorzunehmen. Dies kann aufgrund unterschiedlicher Rahmenbedingungen und Zielwerte zu erheblichen Leistungsverschlechterungen führen. Unternehmen sollten sicherstellen, dass die synthetischen Daten auf den spezifischen Anwendungsfall und die abgeleiteten Modellziele genau zugeschnitten sind.

Praktische Schritte für die nächsten Wochen

In den kommenden 14 bis 30 Tagen sollten Unternehmen einen strukturierten Ansatz zur Nutzung synthetischer Daten verfolgen. Zunächst ist es wichtig, klare Ziele für die Modellleistung zu definieren und eine umfassende Analyse der realen Datenstruktur vorzunehmen, die als Grundlage für die synthetischen Daten dienen soll.

Innerhalb der ersten Woche ist es ratsam, ein Pilotprojekt zu starten, um synthetische Datensätze zu generieren, die auf diesen Analysen basieren. Dabei sollte eine Mischung von Techniken zum Einsatz kommen, um die Datenvielfalt zu gewährleisten. Dies kann etwa durch den Einsatz von Generativen Adversarial Networks (GANs) oder anderen fortschrittlichen Methoden zur Datensimulation geschehen.

In den darauffolgenden Wochen sollte das Augenmerk auf der Evaluation liegen. Dazu gehört das kontinuierliche Testen und Validieren der Modellleistung basierend auf den synthetischen Daten. Anpassungen an den Datensätzen sollten erfolgen, wo Unterschiede zwischen Trainings- und Realweltbedingungen festgestellt werden.

Schliesslich ist es entscheidend, einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu etablieren. Unternehmen sollten Routinen entwickeln, um Datensätze sowie Modelle stetig zu überwachen und zu optimieren. Auf diese Weise kann die Nutzung synthetischer Daten auf lange Sicht erfolgreich sein und einen nachhaltigen Beitrag zur Unternehmenswertschöpfung leisten.