ung von Zuständigkeiten, was letztlich zu einer effizienteren Problembehandlung führt.

Autor: Roman Mayr

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AI Monitoring & Observability ·

Drift-Alarmierung und Triage in der Künstlichen Intelligenz

Die kontinuierliche Überwachung von KI-Modellen ist entscheidend, um deren Zuverlässigkeit und Genauigkeit sicherzustellen. Eine zentrale Herausforderung in diesem Bereich ist die Erkennung und Handhabung von Daten- oder Modell-Drifts, die auftreten, wenn sich die zugrunde liegenden Datenänderungen negativ auf die Modellleistung auswirken. Ohne eine wirksame Drift-Alarmierung und Triage besteht die Gefahr, dass Unternehmen unbemerkt fehlerhafte Entscheidungen basierend auf veralteten oder ungenauen Modellen treffen.

Typische Fehler


  1. Ignorieren von Offensichtlichem: Einer der häufigsten Fehler ist die Unterschätzung oder das völlige Ignorieren von Drifterscheinungen. Oftmals wird erst reagiert, wenn das Modell signifikant an Leistung einbüsst. Diese Verzögerung kann jedoch kostspielige Konsequenzen haben. Ein effektiver Ansatz zur Korrektur dieses Fehlers ist die Einrichtung automatisierter Alarmierungsmechanismen, welche bei den ersten Anzeichen einer Drift sofort eine Benachrichtigung auslösen. Regelmässige Schulungen und Sensibilisierung der Mitarbeitenden für die Bedeutung von Daten- und Modellmonitoring ergänzen diese Massnahme.
  2. Fehlende Triage-Prozesse: Ohne einen klar definierten Triage-Prozess sind Alarmierungen wenig wert. Wenn Alarme auftreten, ist es wichtig, dass ein strukturiertes Verfahren existiert, das eine schnelle und gezielte Reaktion ermöglicht. Ein häufiger Fehler ist, auf eintretende Drifts zu reagieren, ohne einen systematischen Ansatz zur Priorisierung und Behandlung der Ursachen zu haben. Die Einführung eines standardisierten Triage-Prozesses, welcher der Dringlichkeit und dem potenziellen Risiko eines Fehlers Rechnung trägt, kann hier Abhilfe schaffen. Dazu gehört auch die Klärung von Verantwortlichkeiten, um Chaos und Verzögerungen zu vermeiden.
  3. Unscharfe Ursachenanalyse: Ein weiteres häufiges Problem ist das Scheitern an einer gründlichen Ursachenanalyse, nachdem ein Drift identifiziert wurde. In vielen Fällen wird lediglich ein Workaround angewendet, ohne die zugrunde liegenden Probleme anzugehen. Zur Optimierung sollte ein klarer Prozess für die Ursachenanalyse etabliert werden, der technische und datenbezogene Aspekte umfasst und auf langfristige Lösungen abzielt. Dies beinhaltet auch die Konsultation von Fachexperten und die Nutzung fortgeschrittener Analysetools zur Sammlung und Auswertung relevanter Datenpunkte.

Handlungsanleitung für 14–30 Tage

Tage 1–7:


  • Führen Sie ein Assessment Ihrer aktuellen Überwachungssysteme durch. Identifizieren Sie bestehende Schwächen in Bezug auf die Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit der Drift-Alarmierung.
  • Initiieren Sie die Schulung Ihrer Mitarbeitenden hinsichtlich der Bedeutung und Erkennung von Daten- und Modell-Drifts. Entwickeln Sie Sensibilisierungsmassnahmen, die unnötige Verzögerungen im Alarmierungsprozess verhindern.

Tage 8–14:


  • Erstellen Sie klare Standards und Protokolle für die Drift-Triage. Diese sollten Verantwortlichkeiten definieren und ein Verfahren beschreiben, wie Alarme priorisiert und behandelt werden sollen.
  • Implementieren Sie ein einfach zugängliches Dashboard zur Visualisierung der aktuellen Modellperformance und aufgetretener Drifts. Nutzen Sie es, um Daten und Trends effektiv zu kommunizieren.

Tage 15–30:


  • Beginnen Sie mit Testläufen für Ihre Alarmierungs- und Triageprozesse. Führen Sie simulationsbasierte Szenarien durch, um die Reaktionsfähigkeit und Effizienz des Systems zu testen und anzupassen.
  • Organisieren Sie in Regelmässigen Abständen Feedbackrunden, um Optimierungsmöglichkeiten zu identifizieren und die Prozesse kontinuierlich zu verbessern. Implementieren Sie eine Feedbackschleife, die die Sammlung und Analyse von Rückmeldungen strukturiert unterstützt.

Durch diese systematische Vorgehensweise in der Drift-Alarmierung und Triage können Unternehmen nicht nur die Leistungsfähigkeit ihrer KI-Modelle aufrechterhalten, sondern auch das Vertrauen in datengetriebene Entscheidungen stärken.