UX & UI Design: Design Thinking anwenden

Autor: Roman Mayr

UX & UI Design: Design Thinking anwenden

UX & UI Design ·

Design Thinking: Ein Leitfaden zur korrekten Umsetzung

Design Thinking hat sich als eine effektive Methode etabliert, um nutzerzentrierte Innovationen zu entwickeln. Diese Herangehensweise fördert kreatives Denken und Problemlösungsstrategien, die sich an den Bedürfnissen und Herausforderungen der Nutzer orientieren. Doch trotz seiner Popularität machen viele Unternehmen bei der Implementierung von Design Thinking typische Fehler, die den Erfolg mindern können.

Typische Fehler und deren Korrektur


  1. Unzureichende Nutzerforschung: Einer der häufigsten Fehler besteht darin, die Nutzerforschung zu vernachlässigen oder sie nur oberflächlich zu betreiben. Ohne ein tiefes Verständnis der Nutzerbedürfnisse, Vorlieben und Verhaltensweisen wird das Design Thinking seine volle Wirkung nicht entfalten können. Korrektur: Investieren Sie ausreichend Zeit und Ressourcen in die Phase der Nutzerforschung. Verwenden Sie Interviews, Umfragen und Beobachtungen, um fundierte Erkenntnisse zu gewinnen.
  2. Überspringen der Iterationsschritte: Manche Teams sind versucht, so schnell wie möglich von der Ideenfindung zur endgültigen Lösung überzugehen. Dies führt oft dazu, dass wichtige Iterationsschritte ausgelassen werden. Ohne wiederholtes Testen und Anpassen bleibt das Endprodukt eventuell suboptimal. Korrektur: Implementieren Sie bewusst eine Phase der Prototypenerstellung und des Testens. Planen Sie mehrere Iterationszyklen ein, in denen das Design basierend auf Feedback kontinuierlich verbessert wird.
  3. Fehlende Interdisziplinarität: Ein weiteres häufiges Problem ist die Zusammensetzung des Design-Teams. Wenn das Team nicht interdisziplinär besetzt ist, kann dies zu einem einseitigen Ansatz führen, der nicht alle Aspekte des Problems berücksichtigt. Korrektur: Stellen Sie sicher, dass Ihr Team aus Mitgliedern mit unterschiedlichen Fachkenntnissen besteht – von Designern und Ingenieuren bis hin zu Marketingexperten und Produktmanagern.

Handlungsanleitung für 14–30 Tage

Um die Prinzipien des Design Thinkings erfolgreich zu verankern, sollten Unternehmen einen strukturierten Ansatz verfolgen. Hier ist ein empfohlener Zeitplan:

Tag 1–5: Beginnen Sie mit der Definition des Problems und dem Verständnis des Kontexts. Sammeln Sie im Team alle relevanten Informationen und beginnen Sie mit der Nutzerforschung. Dokumentieren Sie Ihre Ergebnisse sorgfältig, um sie später zur Hand zu haben.

Tag 6–10: Entwickeln Sie anhand der gesammelten Daten mehrere Hypothesen und Ideen, die das Problem lösen könnten. Lassen Sie das Team in kreativen Sitzungen – wie Brainstorming-Workshops – diverse Lösungsansätze erarbeiten.

Tag 11–20: Erstellen Sie Prototypen der vielversprechendsten Ideen. Diese Prototypen sollten kostengünstig und schnell umsetzbar sein. Testen Sie die Prototypen anschliessend rigoros mit einer ausgewählten Gruppe von Nutzern und sammeln Sie deren Feedback.

Tag 21–30: Überarbeiten Sie die Prototypen basierend auf dem erhaltenen Feedback und testen Sie erneut. Ziel ist es, die Lösung kontinuierlich zu verbessern und zu verfeinern, bis sie den Bedürfnissen der Nutzer vollends gerecht wird.

Mit einer konsequenten Umsetzung dieser Schritte lässt sich Design Thinking effektiv anwenden, um innovative und nutzerorientierte Lösungen zu entwickeln. Durch das Vermeiden der typischen Fallstricke wird die Methode zur wertvollen Strategie für Unternehmen, die in einem dynamischen Marktumfeld erfolgreich sein wollen.