Change Management ist der Schlüssel zur erfolgreichen digitalen Transformation
Die digitale Transformation ist für viele kleine und mittlere Unternehmen in der Schweiz eine notwendige Entwicklung, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Doch der Wandel bringt Herausforderungen mit sich, die eine gezielte Begleitung erfordern. Eine strukturierte Herangehensweise an das Change Management ist unverzichtbar, um die Mitarbeiter auf diesem Weg mitzunehmen und den Erfolg sicherzustellen.
Typische Fehler und deren Korrektur
- Fehlende Kommunikation
Einer der häufigsten Fehler bei der Begleitung von Veränderungen ist die unzureichende Kommunikation. Oftmals werden Entscheidungen über digitale Projekte auf Führungsebene getroffen, ohne die Mitarbeiter angemessen zu informieren. Diese fühlen sich dann übergangen, was Widerstand hervorrufen kann. Um dies zu korrigieren, sollten Unternehmen frühzeitig und regelmäßig über die geplanten Schritte und deren Auswirkungen kommunizieren. Dabei sollten offene Foren oder Q&A-Sitzungen angeboten werden, um Fragen und Bedenken direkt adressieren zu können.
- Überforderung der Mitarbeitenden
Ein weiteres Problem kann die Überforderung der Belegschaft durch zu schnelle oder zu umfangreiche Veränderungen sein. Wenn neue Technologien oder Prozesse eingeführt werden, benötigen Mitarbeitende Zeit und Unterstützung, um sich daran zu gewöhnen. Um dies zu vermeiden, sollte der Wandel in verdaubaren Schritten erfolgen. Schulungen und begleitete Einführung sind essenziell, um die Mitarbeitenden zu befähigen und ihnen die nötige Sicherheit zu geben.
- Mangelndes Einbinden der Mitarbeitenden in den Prozess
Oft wird der Change-Prozess top-down organisiert, was dazu führen kann, dass die Mitarbeitenden ihre Rolle darin nicht erkennen oder sich nicht mit den Veränderungszielen identifizieren. Ein effektiver Weg, diesen Fehler zu beheben, ist die aktive Einbindung der Mitarbeitenden in die Planung und Umsetzung der Massnahmen. Workshops und Arbeitsgruppen bieten Gelegenheit, Feedback zu erteilen und Anregungen aufzunehmen, was das Engagement und die Akzeptanz erhöhen kann.
Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage
- Einführungsphase (Tag 1–7)
Beginnen Sie mit einer Auftaktveranstaltung, bei der die oberste Führungsebene den Veränderungsprozess vorstellt. Kommunizieren Sie klar die Ziele und Vorteile der digitalen Transformation. Nutzen Sie verschiedene Kommunikationsmedien, um eine breite Reichweite zu garantieren.
- Kommunikation und Engagement (Tag 8–15)
Organisieren Sie themenspezifische Q&A-Sitzungen. Hierbei sollten die Mitarbeitenden offen ihre Gedanken und Bedenken äussern können. Sorgen Sie dafür, dass es klare Kanäle für Feedback gibt und das Management zeitnah darauf reagiert.
- Schulungen und Workshops (Tag 16–30)
Planen und organisieren Sie Schulungen, die auf die neuen Technologien oder Prozesse ausgerichtet sind. Bieten Sie sowohl Präsenz- als auch Online-Optionen an, damit alle Mitarbeitenden den Zugang finden, der am besten zu ihnen passt. Beginnen Sie mit Pilotprojekten, um erste Erfahrungen zu sammeln und sämtliche Herausforderungen in einem kleineren Rahmen zu adressieren.
Durch gezielte Massnahmen in diesen ersten Wochen kann das Unternehmen eine solide Basis für die erfolgreiche Umsetzung der digitalen Transformation schaffen und gleichzeitig interne Widerstände abbauen.