Veränderungskompetenz in der digitalen Ära entwickeln

Autor: Roman Mayr

Veränderungskompetenz in der digitalen Ära entwickeln

Digitale Transformation ·

Einleitung: **Der Wandel als konstanter Begleiter einer digitalen Transformation**

In der heutigen Geschäftswelt ist Veränderung die einzige Konstante. Die digitale Transformation bedeutet nicht nur die Integration neuer Technologien, sondern auch grundlegende Veränderungen in Prozessen und Strukturen. Der Erfolg eines solchen Vorhabens hängt massgeblich von der Fähigkeit ab, den Wandel aktiv zu begleiten und die Mitarbeitenden durch den Prozess zu führen.

Typische Fehler beim Begleiten von Veränderungen


  1. **Mangelnde Kommunikation**: Häufig wird übersehen, dass Veränderungsprozesse klare und kontinuierliche Kommunikation erfordern. Ohne transparente Informationen und klare Erwartungen fühlen sich Mitarbeitende möglicherweise verunsichert. Der Fehler: Gelegentliche Ankündigungen und das Fehlen eines Dialogs. Die Korrektur: Regelmässige Kommunikationsanlässe schaffen, sei es durch Newsletter, Meetings oder eine Plattform, die den Austausch fördert und Fragen schnell beantwortet.
  2. **Unzureichende Schulungen**: Oft wird die Bedeutung einer umfassenden Schulung unterschätzt. Mitarbeitende müssen die neuen Werkzeuge und Prozesse nicht nur verstehen, sondern sich damit sicher fühlen. Der Fehler: Einmalige Schulungen kurz vor Implementierung. Die Korrektur: Laufende Trainingsprogramme und Workshops, die praxisorientiert sind und Raum für Fragen und individuelles Lerntempo bieten.
  3. **Widerstand ignorieren**: Veränderungen lösen oft Widerstände aus, die ignoriert oder als schlicht negativ abgetan werden. Der Fehler: Widerstände als Hindernisse betrachten, statt als Chance zur Optimierung. Die Korrektur: Widerstände ernst nehmen, analysieren und in den Veränderungsprozess integrieren. Austausch ermöglichen und nachvollziehbare Gründe für Bedenken bieten.

Handlungsanleitung für 14–30 Tage


  • **Tage 1-7: Kommunikationsstrategie entwickeln**: Verwenden Sie die erste Woche, um einen detaillierten Kommunikationsplan auszuarbeiten. Bestimmen Sie, welche Kanäle verwendet werden und wer die Hauptansprechperson für Fragen ist. Stellen Sie sicher, dass Führungskräfte über alle geplanten Kommunikationsmassnahmen informiert sind.
  • **Tage 8-14: Schulungsbedarf erfassen und Planung beginnen**: Führen Sie eine Umfrage oder Meetings durch, um den Schulungsbedarf der Mitarbeitenden zu erfassen. Beginnen Sie mit der Entwicklung eines modularen Schulungskonzepts, das kontinuierliches Lernen ermöglicht.
  • **Tage 15-21: Austauschplattform etablieren**: Implementieren Sie eine digitale Plattform oder einen regelmässigen Treffpunkt, wo Mitarbeitende ihre Anliegen und Ideen bezüglich der Transformation austauschen können. Fördern Sie aktiv den Dialog, indem Sie gezielte Themen für den Austausch anregen.
  • **Tage 22-30: Feedbackschleifen einrichten**: Richten Sie regelmässige Feedbackschleifen ein, um kontinuierlich Rückmeldungen über den Fortschritt und die Herausforderungen der Transformation einzuholen. Dies sollte systematisch, anonym und in festgelegten Intervallen geschehen. Nutzen Sie die Erkenntnisse, um den Prozess bei Bedarf anzupassen.

Durch die systematische Begleitung und Einbindung Ihrer Mitarbeitenden schaffen Sie die Voraussetzung für eine erfolgreiche digitale Transformation. Indem Sie auf effektive Kommunikation, gezielte Schulung und die proaktive Bewältigung von Widerständen setzen, fördern Sie nicht nur den Wandel, sondern auch Akzeptanz und Engagement im Unternehmen.