
Verborgene Sicherheitsrisiken aufdecken
Ein Security Audit ist eine systematische Überprüfung der Sicherheitsrichtlinien und -praktiken eines Unternehmens. Die Kernaussage: Ein gut durchgeführter Security Audit kann Sicherheitslücken aufdecken und ist essenziell für den Schutz sensibler Unternehmensdaten.
Schritt 1: Vorbereitung und Zielsetzung
Bereiten Sie die Audit-Dokumentation vor und definieren Sie klar die Ziele des Audits. Dies können die Überprüfung der Netzwerksicherheit, der physischen Sicherheit oder der Softwareanwendungen sein.
Schritt 2: Zusammenstellung des Audit-Teams
Stellen Sie ein kompetentes Team zusammen, das aus internen und gegebenenfalls externen Experten besteht, um objektive und unabhängige Ergebnisse zu gewährleisten.
Schritt 3: Bestandsaufnahme der IT-Infrastruktur
Erfassen Sie die gesamte IT-Infrastruktur, einschliesslich Hardware, Software und Netzwerkkomponenten. Eine vollständige Bestandsliste bildet die Grundlage für den nächsten Schritt.
Schritt 4: Risikoanalyse
Bewerten Sie die Identifizierung möglicher Bedrohungen und Schwachstellen. Dies umfasst alles, von potenziellen Cyber-Bedrohungen bis hin zu menschlichen Fehlern.
Schritt 5: Überprüfung der Sicherheitsrichtlinien
Prüfen Sie, ob bestehende Sicherheitsrichtlinien aktuell und mit den Unternehmenszielen abgestimmt sind.
Schritt 6: Evaluation der Zugangskontrollen
Überprüfen Sie, wer Zugriff auf welche Informationen hat und ob die bestehenden Kontrollen der Sensibilität der Daten entsprechen.
Schritt 7: Stresstests durchführen
Testen Sie die Systeme unter Last, um ihre Belastbarkeit und Ausfallsicherheit zu prüfen.
Schritt 8: Analyse der Datenprotokolle
Untersuchen Sie Protokolldateien auf Anomalien, um mögliche Sicherheitsvorfälle zu identifizieren.
Schritt 9: Erstellung eines Audit-Berichts
Fassen Sie die Ergebnisse in einem klar strukturierten Bericht zusammen, der sowohl Probleme als auch Lösungsvorschläge enthält.
Schritt 10: Nachbereitung und Planung
Setzen Sie basierend auf den Audit-Ergebnissen Massnahmen um und planen Sie regelmässige Nachfolgeaudits.
Typische Fehler und deren Korrektur
Ein häufiger Fehler ist die Vernachlässigung der Mitarbeiterschulung. Um dies zu korrigieren, sollten Unternehmen regelmässig Schulungen zu Sicherheitsfragen durchführen, um das Bewusstsein und die Wachsamkeit der Belegschaft zu stärken.
Ein weiterer Fehler ist die ausschliessliche Fokussierung auf externe Bedrohungen, wobei interne Risiken übersehen werden. Um dieses Problem zu beheben, ist es wichtig, Zugangskontrollen kritisch zu beleuchten und interne Sicherheitsprotokolle zu verstärken.
Ausserdem wird oft versäumt, die Ergebnisse des Audits effektiv zu kommunizieren. Ein detaillierter und verständlicher Abschlussbericht, der alle relevanten Abteilungen einbindet, kann hier Abhilfe schaffen.
Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage
In den kommenden 14 bis 30 Tagen sollten Unternehmen die im Audit aufgezeigten Schwachstellen priorisieren und einen Umsetzungsplan erstellen. Zuerst sollten kritische Bereiche adressiert werden, beispielsweise durch Aktualisierungen der Sicherheitspatches. Zugleich ist es wichtig, eine klare Aufgaben- und Verantwortlichkeitsverteilung sicherzustellen. Die regelmässige Überprüfung der Fortschritte in Meetings kann helfen, den Fokus zu gewährleisten und bei Bedarf Anpassungen vorzunehmen. Parallel dazu sollten sich Unternehmen bereits auf künftige Audits vorbereiten und sicherstellen, dass die Infrastruktur und das Wissen auf dem neuesten Stand bleiben.