Vergleich führender RPA-Tools zur Prozessautomatisierung

Autor: Roman Mayr

Vergleich führender RPA-Tools zur Prozessautomatisierung

Automatisierung & RPA ·

Robotic Process Automation (RPA) entwickelt sich schnell zu einem unverzichtbaren Instrument für Unternehmen, die ihre Effizienz steigern und Kosten senken möchten. Die Auswahl des richtigen RPA-Tools ist dabei entscheidend. In diesem Beitrag vergleichen wir mehrere gängige RPA-Tools und beleuchten häufige Fehler bei deren Implementierung.

Auswahl der richtigen RPA-Tools

Der Markt der RPA-Tools ist vielfältig und beinhaltet Lösungen wie UiPath, Automation Anywhere und Blue Prism. Jeder Anbieter hat spezifische Vorzüge:

  • UiPath: Stark in der Benutzerfreundlichkeit, eignet sich besonders für Unternehmen, die rasch Prototypen entwickeln und in Betrieb nehmen möchten. Die Funktionalitäten für Drag-and-Drop und der Anwendungsmarkt für vorgefertigte Lösungen sind hervorzuheben.
  • Automation Anywhere: Optimal für grosse Unternehmen mit komplexen Prozesse, da es auf Skalierbarkeit und tiefe Integration in bestehende Systeme ausgelegt ist. Bietet umfangreiche Analytik- und Compliance-Funktionalitäten.
  • Blue Prism: Bekannt für seine robuste Sicherheit und leistungsstarke Integration in IT-Infrastrukturen. Ideal für regulierte Branchen wie Banken und Versicherungen.

Typische Fehler bei der Implementierung von RPA-Tools


  1. Unzureichende Prozessidentifikation:
Unternehmen machen oft den Fehler, nicht die richtigen Prozesse für RPA zu identifizieren. Nicht jeder Prozess ist automatisch ein geeigneter Kandidat für eine Automatisierung. Oftmals werden hochkomplexe, volatile Prozesse gewählt, die nicht genug stabilisiert oder dokumentiert sind. Hier sollte ein gezielter Auswahlprozess erfolgen, der auf eindeutigen Kriterien wie Volumen, Regelmässigkeit und Stabilität basiert.
  1. Fehlende Mitarbeiterintegration:
Viele Unternehmen unterschätzen die Bedeutung der Mitarbeiter bei der Implementierung von RPA. Mitarbeiter sollten in den Auswahl- und Implementierungsprozess eingebunden werden, um Akzeptanz und ein besseres Prozessverständnis zu gewährleisten. Schulungen und regelmässige Aufklärung über die Vorteile von RPA können hierzu beitragen.
  1. Vernachlässigung der Governance und Kontrolle:
Ohne klare Governance-Strukturen riskiert man, dass RPA-Projekte ineffizient werden oder Sicherheitsrisiken entstehen. Unternehmen brauchen klare Richtlinien und Kontrollmechanismen, um die Nutzung von RPA zu steuern und Risiko zu minimieren. Hierzu gehören auch Rollen- und Rechtekonzepte sowie eine kontinuierliche Überprüfung der Prozesse.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  • Tage 1–7: Starten Sie mit einer Prozessinventur. Identifizieren und dokumentieren Sie alle Unternehmensprozesse, um die am besten geeigneten für RPA zu bestimmen. Ziehen Sie Fachabteilungen und Mitarbeiter aktiv ein.
  • Tage 8–14: Wählen Sie basierend auf der inventarisierten Prozessliste einige Pilotprozesse aus. Nutzen Sie hierfür eine Bewertungsmatrix, die Kriterien wie Kostenersparnis, Durchlaufzeitreduktion und Reproduzierbarkeit berücksichtigt.
  • Tage 15–21: Entscheiden Sie sich für ein RPA-Tool, das den Anforderungen Ihrer Pilotprozesse entspricht. Beachten Sie dabei die oben beschriebenen Stärken der Tools. Planen Sie Schulungsmassnahmen und erstellen Sie eine Liste der benötigten Ressourcen.
  • Tage 22–30: Implementieren Sie die RPA-Lösung zunächst in Form eines Piloten mit einem einfachen, klar definierten Prozess. Evaluieren Sie die Ergebnisse und achten Sie auf frühe Fehler oder Herausforderungen, die Sie korrigieren können, bevor Sie die Implementierung ausweiten.

Durch diese gezielte Vorgehensweise legen Sie den Grundstein für eine effiziente und fehlerfreie Einführung von RPA in Ihrem Unternehmen.