Vergleich gängiger RPA-Tools

Autor: Roman Mayr

Vergleich gängiger RPA-Tools

Automatisierung & RPA ·

Robotic Process Automation (RPA) gewinnt in der Welt der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zunehmend an Bedeutung. Die Wahl des passenden RPA-Tools kann dabei den Unterschied zwischen einem erfolgreichen Projekt und einem teuren Fehlschlag ausmachen. Dieser Artikel vergleicht gängige RPA-Tools und beleuchtet typische Fehler bei deren Einführung sowie deren Korrekturmöglichkeiten. Ziel ist es, den Unternehmen eine klare Handlungsanleitung für die kommenden Wochen zu bieten, um RPA effizient zu implementieren.

Kernaussage: Die richtige Auswahl und Implementierung eines RPA-Tools kann Prozesse erheblich vereinfachen, Fehler reduzieren und die Effizienz in KMU steigern. Bei der Einführung ist jedoch Vorsicht geboten, um typische Fehler zu vermeiden.

UiPath, Automation Anywhere und Blue Prism zählen zu den populärsten Tools auf dem Markt.

  • UiPath bietet eine nutzerfreundliche Oberfläche und ist für seine umfangreiche Community-Unterstützung bekannt. Besonders geeignet ist es für Unternehmen, die eine schnelle Implementierung und einen breiten Einsatz ohne komplexe IT-Infrastruktur anstreben.
  • Automation Anywhere stellt eine flexible, Cloud-orientierte Plattform zur Verfügung, die sich durch starke Analytik-Fähigkeiten auszeichnet. Für KMU mit stark vernetzten und datenintensiven Prozessen stellt dies einen grossen Vorteil dar.
  • Blue Prism richtet sich eher an Unternehmen mit einem hohen Bedarf an Skalierbarkeit und Robustheit der Automatisierungslösungen, wobei es eine erhebliche IT-Unterstützung voraussetzt.

Unzureichende Prozessanalyse: Ein häufig begangener Fehler ist die unzureichende Analyse der zu automatisierenden Prozesse. Ohne ein tiefes Verständnis der Prozessschritte und ihrer Interaktionen kann die Automatisierung zu unerwarteten Resultaten oder Ineffizienzen führen.

  • Korrektur: Bevor Sie ein RPA-Tool auswählen, sollten alle relevanten Prozesse umfassend dokumentiert und analysiert werden. Workshops mit Prozessbeteiligten und die Nutzung von Prozessabbildungs-Tools können hilfreich sein.

Mangelnde IT-Unterstützung: Viele KMU unterschätzen den technologischen Support, der für die Implementierung von RPA erforderlich ist. Dies kann zu verzögerten Entwicklungen und technischen Problemen führen.
  • Korrektur: Stellen Sie sicher, dass ein engagiertes IT-Team vorhanden ist, das die Einführung und Wartung der RPA-Anwendungen begleiten kann. Schulungen für Ihre IT-Abteilung können diese darauf vorbereiten.

Fehlende Benutzerakzeptanz: Die Einführung von RPA kann auf Widerstand stossen, wenn Mitarbeitende Angst vor Arbeitsplatzverlust haben oder die Vorteile der Automatisierung nicht nachvollziehen können.
  • Korrektur: Kommunizieren Sie klar die Vorteile von RPA und fördern Sie eine Kultur des Wandels. Schulungen und regelmässige Informationsveranstaltungen können die Mitarbeitenden auf die Veränderungen vorbereiten und deren Akzeptanz fördern.

Tage 1–7: Beginnen Sie mit einer umfassenden Prozessanalyse. Identifizieren Sie Prozesse, die für die Automatisierung geeignet sind, und dokumentieren Sie diese detailliert. Konsultieren Sie Prozessbeteiligte für wertvolle Einsichten.

Tage 8–14: Bewerten Sie verschiedene RPA-Tools im Kontext Ihrer spezifischen Anforderungen. Berücksichtigen Sie die bereits skizzierten Merkmale der Tools und tauschen Sie sich gegebenenfalls mit Anbietern über Testversionen aus.

Tage 15–21: Überprüfen Sie die vorhandenen IT-Ressourcen und planen Sie notwendige Schulungen für Ihr Team. Ein frühes Einbeziehen der IT-Abteilung ist essenziell für einen reibungslosen Ablauf.

Tage 22–30: Beginnen Sie mit der Implementierung eines Pilotprojekts mit dem gewählten RPA-Tool. Analysieren Sie die ersten Ergebnisse und passen Sie die Prozesse bei Bedarf an, bevor sie weiter skaliert werden.

Eine gezielte und strukturierte Herangehensweise an die Auswahl und Implementierung von RPA-Tools kann KMU dabei helfen, effizientere und fehlerfreie Geschäftsprozesse zu schaffen.