Vergleich von RPA-Tools für KMU in der Schweiz

Autor: Roman Mayr

Vergleich von RPA-Tools für KMU in der Schweiz

Automatisierung & RPA ·

Robotic Process Automation (RPA) hat sich als ein wirksames Mittel zur Effizienzsteigerung in Betrieben etabliert. Im Zuge des digitalen Wandels wenden immer mehr Schweizer KMU RPA-Tools an, um repetitive Aufgaben zu automatisieren und somit Ressourcen zu schonen. Doch nicht alle Tools sind gleich und die Wahl des geeigneten Werkzeugs kann den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen.

Kernaussage

Der effektive Einsatz von RPA-Tools erfordert eine sorgfältige Auswahl, die auf den spezifischen Bedürfnissen des Unternehmens basiert. Dieser Artikel vergleicht gängige RPA-Tools und zeigt, wie häufige Fehler vermieden und der Einsatz dieser Technologien optimiert werden kann.

Typische Fehler und deren Korrektur


  1. Unzureichende Bedarfsanalyse: Viele KMU neigen dazu, ein RPA-Tool auszuwählen, ohne vorher genau zu analysieren, welche Geschäftsprozesse davon profitieren könnten. Dies führt oft zu einer suboptimalen Implementierung und enttäuschenden Ergebnissen. Korrektur: Führen Sie eine detaillierte Analyse durch, um die Prozesse zu identifizieren, die am meisten von einer Automatisierung profitieren können. Erstellen Sie eine Liste von Anforderungen, die das RPA-Tool erfüllen muss.
  2. Fehlende Berücksichtigung der Skalierbarkeit: Einige Unternehmen wählen ein RPA-Tool, das für ihre gegenwärtigen Anforderungen optimal erscheint, jedoch wenig Spielraum für zukünftiges Wachstum bietet. Korrektur: Prüfen Sie die Skalierbarkeit des Tools, um sicherzustellen, dass es sich problemlos an wachsende Geschäftsanforderungen anpassen lässt.
  3. Unzureichendes Change Management: Änderungen im Arbeitsablauf können bei Mitarbeitern auf Widerstand stossen, insbesondere wenn sie unvorbereitet sind. Korrektur: Führen Sie ein umfassendes Change-Management-Programm ein, das Schulungen und eine klare Kommunikation über die Vorteile und Ziele der RPA-Implementierung umfasst.

Handlungsanleitung für 14–30 Tage


  1. Erste 7 Tage: Bedarfsanalyse und Auswahl des Tools
  • Führen Sie eine gründliche Analyse Ihrer Geschäftsprozesse durch, um Automatisierungspotenziale zu identifizieren.
  • Erstellen Sie eine detaillierte Anforderungsliste für das RPA-Tool.
  • Recherchieren Sie verfügbaren RPA-Tools und vergleichen Sie sie hinsichtlich Funktionalität, Skalierbarkeit und Kosten.

  1. Tag 8 bis 14: Tool-Demonstrationen und Auswahl
  • Kontaktieren Sie Anbieter für detaillierte Demonstrationen der relevanten Tools.
  • Bewerten Sie jedes Tool hinsichtlich der Erfüllung Ihrer spezifischen Anforderungen und der Benutzerfreundlichkeit.
  • Treffen Sie eine informierte Entscheidung und erwerben Sie das geeignete RPA-Tool.

  1. Tag 15 bis 21: Implementierungsvorbereitung
  • Bilden Sie ein schlagkräftiges Implementierungsteam und benennen Sie einen Projektleiter.
  • Entwickeln Sie einen detaillierten Implementierungsplan, der Schulungen und schrittweise Einführung umreisst.
  • Richten Sie Kommunikationskanäle ein, um das Change Management proaktiv zu steuern.

  1. Tag 22 bis 30: Implementierung und Ersteinsatz
  • Beginnen Sie mit der Implementierung gemäss Ihrem Plan, startend mit den zuvor identifizierten Prozessen.
  • Schulen Sie beteiligte Mitarbeiter und entschärfen Sie potenzielle Widerstände durch aktive Einbindung.
  • Überwachen Sie engmaschig die ersten Einsätze und sammeln Sie Feedback zur weiteren Optimierung.

Durch strukturiertes Vorgehen und vorausschauende Planung können Schweizer KMU RPA-Tools effektiv einsetzen und damit nicht nur Effizienzgewinne realisieren, sondern auch zukunftssicher wachsen.