Virtuelle Abbilder steigern Produktionseffizienz

Autor: Roman Mayr

Virtuelle Abbilder steigern Produktionseffizienz

Digital Twin & Simulation ·

Digitale Zwillinge in der Produktion ermöglichen es, physische Objekte und Prozesse in der virtuellen Welt nachzubilden und zu analysieren, um die Effizienz zu steigern und Risiken zu minimieren. Die Kernaussage ist, dass Unternehmen, die digitale Zwillinge implementieren, einen Wettbewerbsvorteil erlangen können, indem sie Produkt- und Prozessinnovationen vorantreiben.

Typische Fehler bei der Implementierung


  1. Unklare Zielsetzung: Ein häufiger Fehler bei der Einführung digitaler Zwillinge ist das Fehlen einer klaren Zielsetzung. Unternehmen versäumen es oft, zunächst konkrete Fragen zu formulieren, die sie mit Hilfe der Technologie beantworten wollen. Ohne klare Ziele besteht das Risiko, dass die Anwendung nahezu beliebig ausgeweitet wird und letztlich die versprochene Effizienzsteigerung nicht erzielt wird.

Korrektur: Definieren Sie spezifische Anwendungsfälle und Ziele, beispielsweise die Reduktion von Ausfallzeiten durch vorausschauende Wartung oder die Optimierung von Produktionsprozessen. Erstellen Sie eine Roadmap, die klar darlegt, welche Etappen erreicht werden sollen und welche messbaren Ergebnisse erwartet werden.
  1. Datenmanagementprobleme: Ein weiteres Problem ist das unzureichende Datenmanagement. Digitale Zwillinge benötigen aktuelle, präzise und umfassende Daten, um genaue Simulationen erstellen zu können. Häufig stellen Unternehmen jedoch fest, dass ihre vorhandene Datenstruktur fragmentiert oder nicht zur Integration mit einer digitalen Zwillingstechnologie geeignet ist.

Korrektur: Beginnen Sie mit einer gründlichen Prüfung und Bereinigung Ihrer Datenbestände. Stellen Sie sicher, dass die Datenquellen konsistent sind und in einer zentralen Plattform zusammengeführt werden können. Investieren Sie in geeignete Datenmanagementsysteme und sorgen Sie dafür, dass Ihre IT-Infrastruktur den Anforderungen eines digitalen Zwillings gerecht wird.
  1. Mangelnde Einbindung der Mitarbeiter: Die Einführung neuer Technologien erfordert Akzeptanz und Verständnis bei denjenigen, die damit arbeiten sollen. Ein häufiger Fehler ist es, die Schulung und Einbindung der Mitarbeiter zu vernachlässigen, was zu Widerstand und Ineffizienz führen kann.

Korrektur: Schulen Sie Ihre Mitarbeitenden frühzeitig und kontinuierlich im Umgang mit digitalen Zwillingen. Fördern Sie eine Unternehmenskultur, die offen für technologische Innovationen ist. Beziehen Sie relevante Teams von Anfang an in den Implementierungsprozess ein und kommunizieren Sie klar die Vorteile und Veränderungen, die mit der Technologie einhergehen.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Zieldefinition: In den ersten fünf Tagen sollten Sie ein interdisziplinäres Team zusammenstellen, um klare Ziele und Erwartungen für die Nutzung digitaler Zwillinge in Ihrer Produktion zu erarbeiten. Skizzieren Sie spezifische Anwendungsfälle und legen Sie messbare Leistungskennzahlen fest.
  2. Dateninventur und Bereinigung: Verwenden Sie die nächsten sieben bis zehn Tage dazu, eine gründliche Datenanalyse durchzuführen. Identifizieren Sie notwendige und fehlende Datenquellen, bereinigen Sie die bestehenden Daten und sorgen Sie dafür, dass sie in einem integrierten System zugänglich sind.
  3. Schulungsplanung: In der verbleibenden Zeit sollten Sie ein umfassendes Schulungsprogramm entwickeln und beginnen, Ihre Mitarbeitenden mit den Grundlagen der digitalen Zwillinge vertraut zu machen. Bieten Sie spezifische Workshops an, die individuell auf die Bedürfnisse der verschiedenen Abteilungen zugeschnitten sind.

Diese Schritte legen den Grundstein für eine erfolgreiche Integration digitaler Zwillinge in Ihre Produktionsprozesse und stellen sicher, dass die Technologie effizient eingesetzt wird, um Ihre Unternehmensziele zu erreichen.