Vorhersagen in KMUs: Planungssicherheit erhöhen

Autor: Roman Mayr

Vorhersagen in KMUs: Planungssicherheit erhöhen

Finanz- & Controlling-Prozesse ·

Forecasts, die zutreffen: Planungssicherheit durch präzise Vorhersagen

Vorhersagen sind ein wesentliches Instrument für das finanzielle Management und die Entscheidungsfindung in KMUs. Sie ermöglichen es, auf künftige Entwicklungen proaktiv zu reagieren. Einzutreffende Forecasts verbessern die Planungssicherheit und können somit entscheidend zum Unternehmenserfolg beitragen. Doch um treffsichere Vorhersagen zu erstellen, gilt es, typische Fehler zu vermeiden und gezielt zu handeln.

Typische Fehler bei der Erstellung von Forecasts


  1. Unzureichende Datenbasis:
Eine häufige Falle bei der Erstellung von Forecasts ist die Nutzung einer unzureichenden oder veralteten Datenbasis. Ohne aktuelle und umfassende Daten ist es nahezu unmöglich, präzise Vorhersagen zu treffen. Studien zeigen, dass lückenhafte Daten häufig zu Prognosefehlern führen.

Korrektur: Investieren Sie in verlässliche Datenquellen und stellen Sie sicher, dass diese regelmässig aktualisiert werden. Nutzen Sie interne sowie externe Datenquellen und überprüfen Sie die Datenintegrität kontinuierlich.

  1. Vernachlässigung externer Einflussfaktoren:
Viele Unternehmen neigen dazu, sich bei Forecasts ausschliesslich auf interne Daten zu verlassen. Dabei wird das Umfeld, in dem das Unternehmen operiert, oft vernachlässigt.

Korrektur: Beziehen Sie externe Marktentwicklungen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in Ihre Vorhersagen ein. Analysieren Sie Trends und Faktoren, die Ihre Branche betreffen könnten, und passen Sie Ihre Forecast-Modelle entsprechend an.

  1. Falsche Annahmen und Modelle:
Der Einsatz unpassender Modelle oder Annahmen führt oft zu ungenauen Forecasts. Jedes Unternehmen ist einzigartig, und Standardmodelle passen nicht immer zur individuellen Lage des Unternehmens.

Korrektur: Nutzen Sie maßgeschneiderte Modelle, die auf die spezifischen Gegebenheiten Ihres Unternehmens abgestimmt sind. Testen und validieren Sie Ihre Modelle regelmässig und passen Sie sie bei Bedarf an.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Datenaudit durchführen:
Beginnen Sie mit einem umfassenden Audit Ihrer Datenquellen. Überprüfen Sie die Aktualität und Vollständigkeit Ihrer Datensätze. Ermitteln Sie Lücken und entwickeln Sie einen Plan zur Schliessung dieser Datenlücken durch bessere Systeme und Prozesse.
  1. Externe Faktoren evaluieren:
Setzen Sie ein kleines Team ein, um relevante externe Trends und Entwicklungen zu identifizieren, die Ihr Geschäftsfeld beeinflussen könnten. Erstellen Sie einen Bericht, der diese Faktoren dokumentiert, und diskutieren Sie die Implikationen für Ihre Forecasts.
  1. Modellanpassungen:
Überprüfen Sie die derzeit verwendeten Vorhersagemodelle auf ihre Passgenauigkeit. In Zusammenarbeit mit Experten, falls nötig, entwickeln Sie angepasste oder neue Modelle. Nutzen Sie die gewonnenen Erkenntnisse aus dem Datenaudit und der externen Faktorenbewertung, um diese Modelle zu verbessern.
  1. Schulungen für Mitarbeiter:
Schulen Sie die zuständigen Mitarbeiter im Umgang mit den neuen oder angepassten Tools und Methoden. Gewährleisten Sie, dass sie in der Lage sind, die Erkenntnisse effektiv zu nutzen, um präzisere Forecasts zu erstellen.

Durch die Umsetzung dieser Schritte legen KMUs den Grundstein für zuverlässigere Forecasts. Langfristig tragen präzisere Vorhersagen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit bei, da sie fundierte Entscheidungen ermöglichen und Risiken besser gesteuert werden können.