
Wandel gestalten: Führung durch Veränderung
In Zeiten des Wandels ist eine effektive Führung entscheidend, um den Erfolg eines Unternehmens sicherzustellen. Die Kernaussage ist klar: Führung im Wandel erfordert nicht nur Anpassungsfähigkeit, sondern auch eine klare Vision und die Fähigkeit, Mitarbeitende zu motivieren und einzubinden. Doch in der Praxis machen Führungspersonen oft Fehler, die den Wandel erschweren oder gar behindern können.
Typische Fehler im Wandel
Einer der häufigsten Fehler ist das Fehlen einer klaren Kommunikation. Wenn Mitarbeitende nicht verstehen, warum ein Wandel notwendig ist oder welche Ziele verfolgt werden, kann dies zu Verwirrung und Widerstand führen. Zudem entsteht Unsicherheit, die die Produktivität beeinträchtigt.
Ein weiterer Fehler ist das Ignorieren der Bedenken und Emotionen der Mitarbeitenden. Wandel bringt naturgemäss Unsicherheiten mit sich. Führungskräfte, die dies nicht berücksichtigen und den Dialog mit den Teammitgliedern vermeiden, riskieren die Demotivation und Resignation ihrer Mitarbeitenden.
Schliesslich ist die unzureichende Einbindung der Mitarbeitenden in den Veränderungsprozess ein immer wiederkehrendes Problem. Wer ohne Rücksprache mit dem Team entscheidet und plant, verpasst nicht nur wertvolle Inputs, sondern kann auch auf Ablehnung stossen, weil die Angestellten kein Gefühl des Mitbestimmens entwickeln.
Korrekturnstrategien
Um Kommunikationsfehler zu vermeiden, sollten Führungspersonen eine offenen und regelmässigen Informationsfluss sicherstellen. Dies kann durch regelmässige Updates oder Meetings geschehen, in denen die Fortschritte und nächsten Schritte klar dargelegt werden. Wichtig ist, dass Raum für Fragen und Anregungen besteht.
Bedenken und Emotionen der Mitarbeitenden ernst zu nehmen, ist zentral. Führungskräfte sollten gezielt Gespräche suchen, um Einwände zu besprechen und Ängste zu adressieren. Dies zeigt den Mitarbeitenden, dass ihre Meinungen wichtig sind und ernst genommen werden.
Die Einbindung der Mitarbeitenden erreicht man durch das Anregen von Feedback und das Integrieren von Ideen seitens der Teammitglieder in den Veränderungsprozess. Dies verstärkt das Verantwortungsgefühl und die Akzeptanz gegenüber den Veränderungen.
Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage
- Kommunikationsplan entwickeln: In den ersten 7 Tagen sollte ein Kommunikationsplan erstellt werden, der den Umfang und die Häufigkeit der Informationen an die Mitarbeitenden festlegt.
- Feedback-Runden initiieren: Führen Sie in den nächsten 2 Wochen mindestens zwei formelle Feedback-Runden ein, in denen sich die Mitarbeitenden über den Wandel äussern können. Nutzen Sie diese Gelegenheiten, um offen auf Sorgen einzugehen.
- Einbindung fördern: Identifizieren Sie innerhalb von 30 Tagen mindestens drei Möglichkeiten, wie Mitarbeitende aktiv in den Veränderungsprozess eingebunden werden können. Dies kann durch die Gründung von Arbeitsgruppen oder das Einholen von Vorschlägen für spezifische Projektthemen geschehen.
Durch das Vermeiden der genannten Fehler und die proaktive Umsetzung dieser Massnahmen können Führungskräfte den Wandel nicht nur erfolgreich gestalten, sondern auch die Mitarbeitenden auf diesem Weg mitnehmen.