Wert der Messbarkeit in Zieldefinitionen

Autor: Roman Mayr

Wert der Messbarkeit in Zieldefinitionen

OKR & Zielmanagement ·

Messbare Ziele als Grundlage für effektives Zielmanagement

Das Setzen von messbaren Zielen bildet das Fundament eines erfolgreichen OKR-Zielmanagements. Ohne eine klare Messbarkeit bleiben Ziele vage und Förderpotenziale werden verschenkt. Die Kernaussage lautet: Nur durch präzise, messbare Ziele kann der Fortschritt überprüft und der Weg zum Erfolg gezielt gesteuert werden.

Typische Fehler beim Setzen messbarer Ziele


  1. Unpräzise Formulierung: Ein häufiges Problem ist die vage Formulierung von Zielsetzungen. Ziele wie "Umsatz steigern" oder "Kundenzufriedenheit erhöhen" sind zu ungenau. Besser ist es, spezifisch zu benennen, was genau erreicht werden soll, z.B. "den Umsatz im Quartal um 10 % im Vergleich zum Vorjahr steigern".

Korrektur: Verwenden Sie die SMART-Kriterien (spezifisch, messbar, erreichbar, relevant, zeitgebunden) zur Formulierung präziser Ziele.
  1. Fehlende Indikatoren: Oftmals fehlt es an klaren Indikatoren zur Messung des Zielerreichungsgrades. Dies kann dazu führen, dass es keine klare Bewertungsgrundlage gibt.

Korrektur: Setzen Sie zu jedem Ziel ein spezifisches Messkriterium, z.B. "Reduktion der Beschwerden um 20 % innerhalb von sechs Monaten", und definieren Sie klar, wie Erfolge gemessen werden sollen.
  1. Überambitionierte Ziele: Gerade motivierte Führungskräfte neigen dazu, überambitionierte Ziele zu setzen, die kaum erreichbar sind. Fehlende Teilerfolge können demotivieren und zu Frustration führen.

Korrektur: Brechen Sie grosse Ziele in kleinere, erreichbare Etappen herunter. Dies hilft, regelmässige Erfolge zu feiern und das Team motiviert zu halten.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Analysephase (Woche 1–2):
  • Überprüfen Sie bestehende Ziele auf ihre Messbarkeit und präzisieren Sie Formulierungen mit den SMART-Kriterien.
  • Identifizieren Sie Lücken bei der Festlegung von Messindikatoren und ergänzen Sie diese entsprechend.
  • Führen Sie ein Teammeeting durch, um das Verständnis und die Erwartungshaltungen zu den Zielen abzugleichen.

  1. Zielneuausrichtung (Woche 3):
  • Revidieren und verfeinern Sie mit dem Team gemeinsam die bestehenden Ziele. Berücksichtigen Sie dabei realistische Zwischenschritte.
  • Stellen Sie sicher, dass für jedes Ziel spezifische Messkriterien und Zeitrahmen festgelegt sind.

  1. Umsetzung und Kontrolle (Woche 4):
  • Implementieren Sie ein System zur regelmässigen Überwachung der Zielerreichung, z.B. durch ein Dashboard oder monatliche Review-Meetings.
  • Fördern Sie einen offenen Dialog über Fortschritte und Hürden, um rechtzeitig Massnahmen bei Abweichungen ergreifen zu können.

Indem Sie in den nächsten Wochen systematisch an der Messbarkeit Ihrer Ziele arbeiten, legen Sie die Basis für ein effektives OKR-System, das die Leistung und Motivation Ihrer Mitarbeitenden nachhaltig unterstützt.