Wie KMU den OKR-Prozess erfolgreich etablieren

Autor: Roman Mayr

Wie KMU den OKR-Prozess erfolgreich etablieren

OKR & Zielmanagement ·

OKR-Zyklus erfolgreich in KMU einführen

Die Einführung eines OKR-Zyklus (Objectives and Key Results) in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) dient dazu, klare Ziele zu setzen und die Strategieumsetzung zu fördern. Dieser Prozess kann das gesamte Unternehmen auf gemeinsame Ziele ausrichten und die Transparenz sowie Verantwortlichkeit erhöhen. Bei der Implementierung von OKR ist jedoch Vorsicht geboten, da Fehler im Prozess die Effektivität beeinträchtigen können.

Typische Fehler bei der Einführung von OKR


  1. Zu viele Ziele setzen

Ein häufiger Fehler bei der Einführung von OKR in KMU ist das Setzen zu vieler Ziele. Eine Überfrachtung mit Zielen kann das Team überfordern und die Konzentration auf die wirklich wichtigen Ziele verwässern. KMU sollten sich auf maximal drei bis fünf wichtige Objectives pro Zyklus beschränken. Dies erlaubt es den Mitarbeitenden, sich auf die Erreichung dieser Ziele zu fokussieren, und verbessert somit die Erfolgsaussichten.

Korrektur: Grenzen Sie die Anzahl der Objectives ein und stellen Sie sicher, dass jedes Objective klar und herausfordernd, aber realistisch ist. Dies schafft einen Fokus und sorgt dafür, dass alle Kräfte auf die wichtigsten Prioritäten gebündelt werden.

  1. Unklare Definition von Key Results

Ein weiterer typischer Fehler ist die unklare Formulierung der Key Results. Key Results sollten messbar und spezifisch sein, damit auf einfach zu bewertende Fortschritte ermöglicht werden. Häufig werden jedoch vage oder unspezifische Key Results formuliert, die den Fortschritt schwer nachvollziehbar machen.

Korrektur: Formulieren Sie Key Results so, dass sie spezifisch, messbar und ergebnisorientiert sind. Verwenden Sie klare Metriken und Ziele, um den Fortschritt regelmässig kontrollieren und bewerten zu können.

  1. Fehlende Kommunikation und Einbindung

Bei der Einführung von OKR ist es entscheidend, dass alle Mitarbeitenden die neuen Prozesse verstehen und sich einbringen können. Fehlende Kommunikation und unzureichende Einbindung führen häufig zu Missverständnissen und mangelndem Engagement.

Korrektur: Organisieren Sie jederzeit Workshops und Informationsveranstaltungen, in denen die Bedeutung und Vorgehensweise von OKR erläutert werden. Schaffen Sie zudem eine Möglichkeit für Mitarbeiter, Fragen zu stellen und Feedback zu geben, um sie aktiv in den Prozess einzubinden.

Handlungsanleitung für die nächsten 14–30 Tage


  1. Initiale Planung (1–2 Wochen):
  • Beginnen Sie mit einer Kick-off-Sitzung, in der Sie die Prinzipien und Vorteile von OKR erläutern.
  • Identifizieren Sie gemeinsam die Hauptziele des Unternehmens und erarbeiten Sie die ersten Objectives.
  • Stellen Sie sicher, dass die Geschäftsleitung vollumfänglich engagiert ist und den Prozess unterstützt.

  1. Formulierung und Überprüfung (1 Woche):
  • Jedes Team entwickelt 3 bis 5 Objectives und 3 bis 5 zugehörige Key Results.
  • Überprüfen Sie, ob alle Objectives und Key Results den Kriterien der Klarheit und Messbarkeit entsprechen.
  • Sorgen Sie dafür, dass die Objectives auf allen Ebenen des Unternehmens kohärent sind.

  1. Implementierung und Kommunikation (1 Woche):
  • Präsentieren Sie die festgelegten OKR allen Mitarbeitenden in einer offenen Sitzung.
  • Sensibilisieren Sie für die Bedeutung der Kommunikation und der kontinuierlichen Bewertung des Fortschritts.
  • Richten Sie Systeme ein, die den Teams helfen, ihren Fortschritt regelmässig zu überprüfen und Probleme proaktiv anzugehen.

Mit diesen Schritten legen Sie den Grundstein für eine erfolgreiche Einführung des OKR-Zyklus in Ihrem KMU. Durch sorgfältige Planung und kontinuierliche Anpassung können Sie sicherstellen, dass OKR ein wirksames Instrument zur Zielerreichung und Unternehmensentwicklung wird.