
Zugriffsmodelle im Fokus: Schutz von KI-Daten
Der Schutz persönlicher und vertraulicher Daten stellt insbesondere in der Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) eine zentrale Herausforderung dar. Die Implementierung von adäquaten Zugriffsmodellen und das Management von Mandanten sind dabei essenziell. Ein klar definiertes Zugriffsmodell legt fest, wer Zugriff auf welche Daten hat, während effizientes Mandantenmanagement sicherstellt, dass mehrere Kunden gleichzeitig sicher mit einer einzigen Architektur bedient werden können.
Typische Fehler und deren Korrektur
Ein häufig auftretender Fehler in der Praxis ist das Fehlen eines detaillierten Berechtigungsmanagements. Ohne klare Definition von Zugriffsrechten besteht die Gefahr, dass unautorisierte Personen Zugriff auf sensible Daten erhalten. Zur Korrektur dieses Fehlers sollten Unternehmen zunächst eine gründliche Analyse der benötigten Datenzugriffe durchführen und basierend auf diesen Erkenntnissen ein detailliertes Rollenmodell erstellen. Dieses Modell sollte regeln, welche Mitarbeiter auf welche Daten zugreifen dürfen.
Ein weiterer verbreiteter Fehler ist die unzureichende Trennung von Daten verschiedener Mandanten. Wenn Daten in einem System ohne klare Separation gespeichert werden, kann es zu Datenlecks zwischen den Mandanten kommen. Um dieses Problem zu beheben, sollte eine Mandantenisolation implementiert werden, die sicherstellt, dass jeder Kunde innerhalb seiner eigenen, klar abgegrenzten Datenbank arbeitet. Dies kann durch den Einsatz von Technologien wie Virtualisierung oder Containerisierung erreicht werden.
Ein dritter Fehler liegt in der mangelnden Überwachung der Zugriffe. Ohne Monitoring bleiben unautorisierte Zugriffe möglicherweise unerkannt. Eine korrekte Implementierung umfasst hier den Einsatz von Protokollierungssystemen, die Zugriffsversuche und -aktivitäten aufzeichnen und bei unüblichen Mustern Alarm schlagen.
Handlungsanleitung für 14–30 Tage
In der ersten Woche sollten Unternehmen eine Inventarisierung der aktuellen Zugriffsmodelle und Mandantenstrukturen durchführen. Identifizieren Sie Schwachstellen und entwickeln Sie ein grundlegendes Verständnis der vorhandenen Datenflüsse und Zugriffsrechte.
In der zweiten Woche ist es ratsam, in Zusammenarbeit mit IT-Spezialisten ein verbessertes Zugriffsmodell zu entwerfen, das den Anforderungen des Unternehmens entspricht. Erstellen Sie ein detailliertes Berechtigungsmodell, das den principle of least privilege (Prinzip der minimalen Rechte) verfolgt. Parallel dazu sollte die Mandantenverwaltung überprüft und gegebenenfalls auf eine Architektur umgestellt werden, die eine bessere Datenauftrennung ermöglicht.
In den verbleibenden zwei Wochen liegt der Fokus auf der Implementierung und den Tests der neuen Systeme. Schulungen für Mitarbeiter zur Sensibilisierung im Umgang mit Zugriffsrechten und Datenverantwortung sind unerlässlich. Zeitgleich sollten Monitoring-Tools eingerichtet werden, um alle Zugriffsaktivitäten nachzuvollziehen. Abschliessend ist eine umfassende Sicherheitsüberprüfung durchzuführen, um sicherzustellen, dass das neue System robust gegen ungewollte Zugriffe ist.
Indem diese Schritte eingehalten werden, erhöhen Unternehmen ihre Datensicherheit erheblich und stellen sicher, dass sie den Herausforderungen moderner KI-Anwendungen gewachsen sind.