Zugriffsmodelle sichern PII in KI-Systemen

Autor: Roman Mayr

Zugriffsmodelle sichern PII in KI-Systemen

Daten- & PII-Schutz für KI ·

In der zunehmend digitalisierten Geschäftswelt spielt der Schutz personenbezogener Daten (PII) bei der Implementierung von Künstlicher Intelligenz (KI) eine essentielle Rolle. Effektive Zugriffsmodelle und ein präzises Mandantenmanagement helfen, das Risiko von Datenlecks und unzulässigem Datenzugriff zu minimieren. Kernidee ist es, durch strukturierte Zugriffs- und Mandantenkontrolle den Datenschutz im KI-Bereich zu gewährleisten.

Typische Fehler und deren Korrektur

Ein häufiger Fehler bei der Datenverarbeitung im Rahmen von KI-Projekten ist die unzureichende Definition von Zugriffsrechten. Ohne klare Regeln, wer auf welche Daten zugreifen darf, steigt das Risiko eines unautorisierten Datenzugriffs erheblich. Korrektur: Implementieren Sie ein rollenbasiertes Zugriffsmodell (Role-Based Access Control, RBAC), das präzise festlegt, welche Rolle in Ihrem Unternehmen auf welche Informationen zugreifen darf. Dies sorgt für Transparenz und schafft Verantwortlichkeiten.

Ein weiterer verbreiteter Fehler liegt in der fehlenden Trennung von Mandanten. Viele Unternehmen konsolidieren Daten verschiedener Kunden oder Partner ohne ausreichende Segmentierung. Dies kann zu schwerwiegenden Datenschutzverletzungen führen. Korrektur: Verwenden Sie ein solides mandantenfähiges Datenmodell (Multi-Tenancy-Modell), das gewährleistet, dass jeder Mandant nur Zugriff auf seine eigenen Daten hat, selbst wenn diese in einer gemeinsamen Infrastruktur gespeichert sind.

Schliesslich stellt das unzureichende Monitoring von Datenzugriffen und -aktivitäten ein erhebliches Problem dar. Ohne Überwachung gibt es keine Möglichkeit, Anomalien oder verdächtige Zugriffe rechtzeitig zu erkennen. Korrektur: Implementieren Sie regelmässige Audits und nutzen Sie automatisierte Monitoring-Tools, um ungewöhnliche Aktivitäten schnell zu identifizieren und darauf zu reagieren.

Handlungsanleitung für 14–30 Tage

Tag 1–7: Beginnen Sie mit einer Bestandsaufnahme der aktuellen Zugriffsrechte und Mandanten-Konfigurationen. Dokumentieren Sie, welche Rollen derzeit existieren und analysieren Sie, wo Mandanten möglicherweise nicht korrekt voneinander getrennt sind.

Tag 8–14: Entwickeln Sie ein rollenbasiertes Zugriffsmodell, das den spezifischen Anforderungen Ihres Unternehmens entspricht. Schulen Sie die involvierten Mitarbeitenden, um das Verständnis und die Akzeptanz der neuen Regeln zu fördern. Weiterhin, implementieren Sie ein Multi-Tenancy-Modell, das für die saubere Trennung von Mandanten sorgt.

Tag 15–21: Installieren und konfigurieren Sie Monitoring-Tools, die den Zugriff auf Daten und die Aktivität durchgehend überwachen. Stellen Sie sicher, dass Alarme für verdächtige Aktivitäten eingestellt sind und der Sicherheitsverantwortliche über alle relevanten Informationen verfügt.

Tag 22–30: Führen Sie ein erstes Audit durch, um sicherzustellen, dass alle Massnahmen korrekt umgesetzt wurden und greifen. Passen Sie bei Bedarf die Zugriffs- und Mandantenstrategien an, um die Datensicherheit weiter zu optimieren. Evaluieren Sie schlussendlich die Wirksamkeit der umgesetzten Massnahmen und schulen Sie Ihre Mitarbeitenden auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse weiter.

Durch diese strukturierte Herangehensweise wird die Grundlage für einen soliden Daten- und PII-Schutz im Kontext von KI-Anwendungen geschaffen. Die kontinuierliche Überprüfung und Anpassung der Zugriffs- und Mandantenmodelle stellt sicher, dass diese auch zukünftigen Herausforderungen gewachsen bleiben.